Archiv für den Monat: Mai 2019

Piemont – Lombardei – Bergell Frühling 2019

KM-Stand beim Start: 17001 (VW T6 rot)

1. Tag 16. April 2019 Münsingen – Lago di Orta (17210)

Starten gegen 10 und fahren zum Lötschberg- und via Simplon-Tunnel bis Iselle und zügig weiter bis St. Giulio di Orta. Übernachten auf dem Stellplatz unterhalb des „Sacre Monte di Orta“. Wir machen uns auf den Pilgerweg zum Kloster welches dem „Heiligen Franz von Assisi“ gewidmet ist. Der Weg führt an 20 Kapellen mit lebensgrossen Figuren und Fresken vorbei, welche das Leben des „Franz“ illustriert. Wir spazieren dabei unter Pinien und Buchen im Schatten mit Ausblick auf den Ortasee. Abends essen wir gemütlich in St. Giulio und wandern über den „Sacre Monte“ zurück zum Büssli.

2. Tag 17. April 2019 Orta – Arborio (17270)

Weiter gehts nach Arborio (wir waren vor vielen Jahren schon mal da) und suchen den Stellplatz an der Sesia von damals. Hier ist jedoch alles ganz anders und so fahren wir weiter Richtung Vercelli und finden kurz nach dem Ende des Dorfs auf der linken Seite die Einfahrt zu 2 Fischerseen „Due Laghi“. Wir dürfen direkt am Störsee stehen. Hier sind grosse Stör drin, diese dürfen gefangen werden, müssen jedoch sofort nach einem Erinnerungsbildchen wieder zurückgesetzt werden. Anders beim Karpfen- und Forellensee nebenan. Hier sind grosse Karpfen und Forellen drin und die dürfen auch mitgenommen werden. Leider habe ich die Ruten nicht dabei; ansonsten würde es wohl Fisch geben zum Znacht. Wir machen eine ausgedehnte Velotour von 3 Std. durch die Reisfelder. Leider sind wir etwas früh im Frühling da, die Felder sind gerade eingesäet worden und stehen teilweise unter Wasser. Teilweise sieht man schon die Reispflanzen ganz schwach spriessen. 

3. Tag 18. April 2019 Arborio – Barolo (Frazione Vergne) (17400)

Nach einem herrlichen, sonnigen Frühstück fahren wir erst durch weitere Reisfelder und dann durch die ersten Rebbergen des Piemonts auf den Camping im Ortsteil Vergne oberhalb Barolo. Hier waren wir vor Jahren auch schon mal. Es sind viele VW-Busse da und wir trinken mit den Nachbarn (auch VW aus dem Lötschental) einen Wein aus der Gegend. Abend essen wir dann im „bonne Padre“ (auch hier waren wir schonmal) gleich hier im Dorf! Super!

4. Tag 19. April 2019 Barolo – Barolo (zu Fuss)

Am späten Vormittag machen wir uns auf den Weg durch die Rebberge nach Barolo runter. Wanderwege sind hier mehr schlecht als recht markiert. Wir finden jedoch den Weg hinunter ins Dorf. Hier testen wir erst mal in einer Enoteca und dann noch im Weinmuseum einige „Lokale Sorten“, leider sind die Weine nicht gerade unser Geschmack, alle etwas schwer und Tanin- und Säure-lastig. Auch zum feinen Zmittag testen wir noch ein Glas Weiss- und Rotwein. Den Rückweg gestaltet sich wiederum infolge fehlender Wegmarkierungen und des genossenen Wein etwas schwierig, aber wir finden unseren Campingplatz auch wieder. Abends wieder grillieren und noch etwas die Sonne geniessen.

5. Tag 20. April 2019 Barolo – Alba – Barolo (17460)

Samstag ist Marktag in Alba, also nichts wie hin! Markt macht durstig und wir geniessen einen Aperol mit Zusätzen in einem Strassenkaffee. Den Rückweg fahren wir über die Strassen der Hügel von Serralungo d’Alba, Monforte d’Alba und Novello durch Rebberge und Weingüter. 

6. Tag 21. April 2019 Vergne – Morra (zu Fuss)

Heute wandern wir nach Morra. Das Dorf liegt auf einem Ausläufer unseres Hügels und der Weg führt erst bergauf und dann der Crete entlang wiederum durch Rebberge. In Morra sind recht viele Leute am spazieren weil heute ja Ostern ist. Wir setzen uns am belebten Kirchplatz mit Ausssichtplatform auf die Terrasse eines Restaurant in die Sonne und geniessen einen vorzüglichen Antipasta-Teller und ein Spargelflan (sehr lecker) und natürlich ein sehr gutes Glas Weisswein dazu. Zurück wandern wir entlang dem Hang auf einer andern Route zum Campingplatz. Die neuen Nachbarn sind alles Italiener und es wird bis 24:00 Uhr geschnattert! Übel!

7. Tag 22. April 2019 Barolo – Acqui-Terme (17546)

Nach einem kurzen Fotostop an einer Kellerei (Kistli) fahren wir über die Hügel Richtung Acqui-Therme. Das Stätdchen wird nach Einrichten auf dem Stellplatz und Erkunden der Umgebung des Thermalbads (Zeiten und Tarif für Besuch morgen) zum Nachtessen in Angriff genommen. 

„..an h…..Chrampf!!“

8. Tag 23. April 2019 Acqui-Therme – Monticelli d’Ongina (17620)

Morgens um 10 gehen wir in die Therme. Das ist hier ganz anders als bei uns oder in Deutschland. Für 50 Euro sind 4 Stunden Aufenthalt, kleines Buffet zum Mittag mit Salaten und Früchten, Badetuch und Bademantel inbegriffen. Es hat diverse Becken mit unterschiedlichen Temperaturen und Whirlpool, sowie eine Finnische Sauna und das japanische Heisswasserbecken. Draussen regnet es weiter wie aus Kübeln und wir fahren erst mal ein bisschen zum Einkaufen und dann unterhalb Mailand vorbei Richtung Piacenza bis fast nach Cremona auf den Stellplatz in Monticelli d’Ongina. Nach einem Spaziergang durchs Stätdchen und Nachtessen gehen wir sehr zeitig schlafen.

9. Tag 24. April 2019 Monticelli d’Ongina – Bergamo – Lago d’iseo (17758)

Heute morgen fahren wir zeitig los und geniessen unterwegs auf der Fahrt einen Cappuccino und ein Gipfeli. Kurz vor Mittag erreichen wir die „Hohe“ Stadt (Citta Alta) auf dem Hügel über Bergamo und erforschen diesen Stadtteil zu Fuss und ohne Regen (etwas windig)! Hier essen wir auch vorzüglich zu Mittag und setzen dann unsere Fahrt an den Lago d’iseo fort. Jetzt hat der Regen wieder eingesetzt.

10. Tag 25. April 2019 Lago d’iseo

Das Wetter ist schön und so starten wir nach dem Frühstück zu einer Velotour. Im Städtchen sind sehr viele Leute und Delegationen mit Fahnen und Musik unterwegs, denn heute wird hier in Italien das Fest zum Ende des 2. Weltkriegs gefeiert. Die Delegationen schreiten durch das Städtchen und legen bei verschiedenen Gedenkstätten Kränze nieder. Leider ist kein richtiger Veloweg vorhanden und so enden wir auf einem Strässchen in einem Naturschutzpark. Zurück gehts dann auf der Strasse, aber es hat sehr viel Verkehr; das ist nichts für uns! Das Wetter wird wieder schlechter und wir kehren auf unseren Campingplatz zurück. Abends gehen wir ins Zentrum zum Aperol-Sauer und dann Essen; aber es war nicht besonders!!

11. Tag 26. April 2019 Markttag Lago d’iseo

Da gehn wir natürlich hin! Es bleibt während den wenigen Einkäufen auch recht trocken und so genehmigen wir uns auch noch einen Aperol-Sauer vor der Rückkehr zum Bus. Kaum sind wir dort angelangt überrascht uns ein ziemlich starkes Gewitter. Es wird nichts mit „sünnele“! 

12. Tag 27. April 2019 Lago d’iseo – Capo di Ponte (17820)

Auf dem Weg durch das Valcamonica besuchen wir unterwegs in Cislano weit oben am Hang die „Pyramiden von Zone“ welche durch jahrtausendelange Erosion entstanden sind. War sehr schön! jetzt gehts weiter taleinwärts bis Capo di Ponte auf den Stellplatz. Hier sind auf Felsbrocken Ritzzeichnungen der keltisch-alpinen “Camunen“ aus dem 4. – 1. Jahrtausend v. Chr. zu sehen. Am Stellplatz findet heute Abend ein Jugend – Fest statt, es könnte also laut werden. Nach einer Besichtigungen der Zeichnungen und der Rückkehr ins Dorf (mit Apero). Nachtessen am Bus (grillen). Etwas später wird die BUM-BUM-Musik so laut, dass an schlafen nicht zu denken ist. Wir verschieben unsern Bus auf die andere Seite des Dorfs hinter einem Restaurant auf dessen Parkplatz. Sogar hier hört man die Musik, aber man kann wenigstens schlafen. Die Freunde von Sonja, die Esel auf der nahen Wiese sind viel angenehmer! Wahrscheinlich so gegen 2:00 schlafen wir dann doch ein. am Morgen fahren wir zurück auf den Stellplatz und geniessen das Frühstück dort.

13. Tag 28. April 2019 Capo di Ponte – Colico (17929)

Heute starten wir ins Veltlin über die Berge. Die Landschaft hier ähnelt den Tessiner Tälern. Trotz Sonntag sehen wir viele Geschäfte offen und so machen wir in „unserem“ Sportladen (Decathlon) halt und nichts wie rein! Ganz oben am Comersee finden wir einen schönen Stellplatz in Colico. Das Wetter wieder schön, jedoch windig! Wir machen noch eine 2-stündige Velotour auf dem „Veltlin – Radweg“ mit Rückkehr auf der andern Talseite. Abends in die Pizzeria am Stellplatz!

14. Tag 29. April 2019 Colico – Chiavenna (17965)

Wir fahren bis Chiavenna auf den Stellplatz am Dorfrand und spazieren durch das Zentrum. Mittagessen gibts auf der Terrasse eines Restaurant. Da Laura und Immanuel erst später im Bergell ankommen werden bleiben wir hier und treffen uns dann am Morgen dort.

15. Tag 30. April 2019 Chiavenna – Castasenga (17982)

Wir teffen in Castasenga bei Laura, Immanuel und Henry ein. Das Kastanien-Trocknen-Häuschen ist sehr schön gelegen und schon ganz super eingerichtet. Dennoch wünschen sich die Beiden im Dachgeschoss eine Art „Massenlagen“. Nach einer ersten Besprechung fahren wir mit beiden Autos nach Italien zum Holz- und Schrauben-einkaufen.

16. Tag 1. Mai 2019 „Massenlagerbau“

Heute wird gebaut wie wild von den beiden Herren. Es fliegen Sägespäne und Schleifstaub durch die Gegend. Mittags ein Sandwich und eine kleine Siesta und schon bald darauf sind die beiden neuen Umrahmungen der Betten bereit für die erste Benutzung. Abends gehen wir zu Fuss über die Grenze in eine Pizzeria! Lecker!

Vorher….
…nachher!

17. Tag 2. Mai 2019 Soglio – Wanderung

Leider sind Henry und Immanuel heute durch Erbrechen und Durchfall etwas angeschlagen. Ruedy und ich wandern alleine nach Soglio hoch. Es ist eine sehr schöne Wanderung durch ergrünende Kastanienwälder vorbei an „Maroni-Hüsli“ und Ferienhüsli (umgebaute Maroni-Hüsli). Laura und Henry kommen mit dem Auto und wir machen einen Spaziergang durch Soglio mit Kaffee und Maronikuchen (sehr fein, mit Schlagrahm) auf der Terrasse des „Stüla“- Restaurants. Abends werden wir genau zur Essenzeit (Grillen) von einem Gewitter überrascht.

18. Tag 3. Mai 2019 Castasenga – Münsingen (18369)

Es geht zurück nach Hause! nach einem sehr gemütlichen Frühstück mit den 3 Mahindans fahren wir heute über die Autobahn an Mailand vorbei an den Simplonpass um in Iselle auf den Autozug aufzufahren und durchs Wallis bis Goppenstein (Lötschberg) und nach Hause. 

Fazit: Es war schön das Piemont und die Hügel mit den Rebbergen rund um Barolo wieder einmal zu besuchen. Der krönende Abschluss war aber eindeutig der Besuch bei Laura, Immanuel und Henry in ihrem Bergeller – Ferien – Hüsli! Wir kommen ganz sicher wieder ins Bergell!

PS: Das Häuschen von Laura, Immanuel und Henry kann man auch mieten!

Bitte Mail an info(at)steiimandli.ch! Danke!